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Unser Erntedankgottesdienst am Mittwoch den 27.09.2017

„Aber Mama, wir ernten doch gar nichts. Unser Obst und Gemüse kaufen wir immer im Supermarkt.“

Das war die Antwort der kleinen Paulina auf die Ankündigung der Mutter für das Erntedankfest im Kindergarten.

Warum wir Gott trotzdem danken können, auch wenn wir selber nichts ernten, erklärt die Mutter ihrer Paulina in einer kleinen Geschichte.

Es war einmal in einem fremden fernen Land eine ganz kleine giftgrüne Orange. Die hatte sich im Orangenbaum den schönsten Sonnenplatz ausgesucht, den es gab. Da hing sie nun sehr lange und ließ sich von den Sonnenstrahlen bescheinen. Und sie freute sich an der bunten Welt, dem blauen Himmel, den Vögeln und Schmetterlingen. Vor lauter Freude wurde sie immer dicker und dicker und auch ihre Farbe wechselte von Grün bis Gelblich und dann zu einem leichten Rot. Schließlich war sie die dickste Orange im Baum. Dann pflückte man sie ab und sie kam zu den Menschen.

Der eine warf sie in einen Korb, der nächste sortierte sie zu anderen dicken Orangen. Dann wurde sie in einer Kiste in ein Schiff verladen und kam nach Deutschland. Vom Hafen wurde sie in einem Lastwagen zu unserem Supermarkt gefahren, wieder ausgepackt und wartet nun auf uns. Ja und wenn wir jetzt die dicke Orange kaufen, dann bezahlten wir die Besitzer vom Supermarkt, vom Lastwagen, vom Schiff und von der Orangenbaumplantage. Aber die dicke Orange selbst, die so saftig und so gut schmeckt, wenn du hineinbeißt und der grüne Zweig an dem sie hing, und die vielen Tage, die sie reif werden ließen, mit Sonnenstrahlen, blauem Himmel, Regen, Vögeln und Schmetterlingen, die gehören keinem Menschen und die kann man nicht bezahlen. Und dafür danken wir Gott am Erntedankfest.

 

Im Anschluss zu der Geschichte durfte dann noch jedes Kind selbst schmecken wie saftig und süß Gott die Orange für uns wachsen ließ.